MRT

MRT

 

Mit der Kernspintomographie (MRT) verfügen wir über ein schmerzloses und hochmodernes Verfahren, den menschlichen Körper für medizinische Analysen zu “durchschauen”. Die MRT stellt Gewebestrukturen mit Magnetfeldern und Radiowellen dar, die mit den Atomen des Körpers in Wechselwirkung treten. Vereinfacht kann man sich diese Aufnahmetechnik wie ein Echo vorstellen, das von jeder einzelnen Zelle Ihres Körpers ausgestrahlt und dann zu einem originalgetreuen Bild Ihres Innenlebens zusammengesetzt wird. Die MRT (Magnetresonanztomographie) hat keinerlei Strahlenbelastung und ist daher besonders schonend.

Die Kernspintomographie ermöglicht gestochen scharfe Schnittbilder aus dem Inneren des menschlichen Körpers. Diese Aufnahmen können auf jeder benötigten Körperebene erstellt werden. Vertikale und horizontale “Schnitte” sind ebenso wie eine Diagonale – schräg durch den Körper – realisierbar. Die enorm hohe Auflösung ermöglicht die Analyse von Details mit weniger als einem Millimeter Größe. Nicht zuletzt Weichteile sind auf den Bildern in höchsten Kontrasten wiedergegeben und somit äußerst präzise zu erkennen. Deshalb können krankhafte Veränderungen zuverlässig diagnostiziert werden.

Ausgezeichnet geeignet ist die Kernspintomographie für die Gefäßdiagnostik: Blutgefäße wie die Hirn- und Halsarterien, Nierenarterien, Becken- und Beinarterien können exzellent dargestellt werden. Eines der wichtigsten Einsatzgebiete ist die Untersuchung der Wirbelsäule. Auch alle Gelenke sind sehr gut geeignet für eine Untersuchung mittels Kernspintomographie.

 

Kernspintomographie ist strahlungsfrei und völlig schmerzlos

Die Bildinformationen der Kernspintomographie sind äußerst umfangreich und haben eine sehr große analytische Aussagekraft. Die Kernspintomographie ist besonders für Untersuchungen des aus Gehirn und Rückenmark bestehenden Zentralen Nervensystems das gegenwärtig beste aller verfügbaren bildgebenden Verfahren. Diese Methode kennt zudem nicht den für die klassische Röntgenaufnahme kennzeichnenden Einsatz ionisierender Strahlen, weshalb Aufnahmen – selbst bei Schwangeren ab dem 4. Monat – zu jedem neuen Zeitpunkt wiederholt werden können.

 

 

Kernspintomographie

Kernspintomographie

Die Untersuchung

Ablauf der Untersuchung

Vor der Untersuchung mittels Kernspintomographie sollten Sie alle metallenen Gegenstände ablegen, da diese den Untersuchungsverlauf beeinträchtigen könnten. Bei der Kernspin-Untersuchung wird der Patient auf einer Liege in die runde Öffnung eines mehr als zwei Meter hohen quaderförmigen Gerätes geschoben. Bisher konnten keine Folgeschäden nachgewiesen werden.

Der Zeitaufwand ist im Vergleich zu einer klassischen Röntgenuntersuchung etwas höher. Die im Einzelnen notwendige Zeit hängt dabei vom Qualitätsziel und der untersuchten Körperregion ab. Für eine Aufnahme des gesamten Kopfes in Schnittbildern von jeweils sechs Millimetern genügen etwa fünf bis sechs Minuten, während die Aufnahme eines Kniegelenkes eine Viertelstunde und länger dauern kann, was an den Aufnahmen in den verschiedensten Ebenen begründet ist. Wird die Zeit für die Aufnahmen mittels Kernspintomographie ausgedehnt, so erhalten wir aussagestärkere Bilder von höherer Qualität.

 

Die Technik

Kernspintomographie = Magnetresonanztomographie

Der Begriff Kernspin beschreibt die Eigenschaft des Atomkerns, sich wie ein Kreisel um seine eigene Achse zu drehen und dadurch zu einem winzig kleinen Magneten zu werden. Die Kernspintomographie – mittlerweile auch unter dem Begriff Magnetresonanz-Tomographie (MRT) bekannt – arbeitet, wie erwähnt, mit starken Magnetfeldern und kurzen Radioimpulsen.

Im Kernspintomographen wirkt auf den Patienten ein Magnetfeld ein, das einige zehntausend Male stärker ist als das der Erde. Wie eine Kompassnadel im Magnetfeld der Erde richten sich auch die Wasserstoffatome im Körper des Patienten in dieselbe Richtung aus. Dieser erwünschte physikalische Effekt ist nach dem aktuellen Kenntnisstand der Medizin ohne Nebenwirkungen, das Magnetfeld ist für den Menschen unschädlich.

Es folgt ein gezielter Anstoß, bei dem Radiofrequenzspulen einen kurzen Impuls mit genau festgelegter Wellenlänge und Stärke in den Körper senden und die eben ausgerichteten Wasserstoffatome aus der Reihe “kippen” und sie “torkeln” und “schlingern” lassen. Diese kehren aber rasch in ihre Ausgangsposition zurück. Während dieser “Relaxationszeit” senden die Wasserstoffatome ihre “Resonanzsignale” aus, die von denselben Radiofrequenzspulen empfangen werden. Und genau diese Signale lassen sich für diagnostische Zwecke verwerten und die einzigartigen Kernspintomogramme errechnen.

Auf dem Monitor eines Spezialcomputers sehen wir die verschiedenen Gewebe in unterschiedlichen Helligkeitsstufen. Je nach Untersuchungseinstellung werden wasserreiche Gewebe sehr hell und Gewebe mit wenig Wasser dunkel dargestellt (deshalb sind z.B. Knochen fast nicht zu sehen). Muskeln, Bänder, Sehnen und auch Organe wie Leber und Nieren sind dagegen in fein abgestuften Grautönen sehr präzise zu erkennen und erlauben ausgesprochen genaue Bewertungen. Aus der Relaxationszeit selbst lassen sich zudem wichtige Rückschlüsse auf die unmittelbare biochemische Umgebung der Atomkerne und damit auf den Zustand des umliegenden Gewebes ziehen.

Der Magnetresonanztomograph stammt von der Firma General Electric (GE) und hat eine Feldstaerke von 1,5 Tesla. Das Gerät liefert eine hervorragende Bildqualität. Alle Körperabschnitte und Organe können untersucht werden.

 

Indikationen:

  • Neuroradiologie: Gehirn, periphere Nerven und Wirbelsaeule
  • Kopf, Hals und Thorax
  • Gelenke und Extremitäten
  • Abdomen inklusive MRCP
  • Beckenorgane
  • MR-Angiographie und Venographie
  • MR-Mammographie